Beratung bei Pränataldiagnostik

Präimplantationsdiagnostik (PID)

Mit der Präimplantationsdiagnostik (PID) können künstlich gezeugte Embryonen in einem frühen Entwicklungsstadium genetisch untersucht werden. Dabei sollen Veranlagungen für Erbkrankheiten oder chromosomale Veränderungen wie z.B. Trisomien festgestellt werden. Nach der Gendiagnostik werden nur die Embryonen in die Gebärmutter der Frau eingepflanzt, welche die gesuchte Eigenschaft nicht haben. Die PID ist mit dem Verfahren einer Kinderwunschbehandlung (IVF) verbunden.

Die PID ist gesellschaftlich und politisch umstritten. Kritiker werfen dem Verfahren vor, menschliches Leben nach bestimmten Kriterien zu selektieren und damit im Widerspruch zum Embryonenschutzgesetz zu stehen.

Der deutsche Bundestag hat im Juli 2011 ein Gesetz zur begrenzten Zulassung der PID verabschiedet. Im Februar 2013 billigte der Bundesrat die Rechtsverordnung, welche die Einzelheiten bei der Durchführung der PID regelt. Demnach wird, trotz grundsätzlichem Verbot der PID, diese einzelnen Paaren erlaubt, wenn eine starke genetische Vorbelastung für schwere Erbkrankheiten oder eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Tot- oder Fehlgeburt vorliegen. Die Zahl der Zentren, welche die PID anbieten, soll begrenzt sein. Eine interdisziplinär besetzte Ethikkommission muss der Untersuchung zustimmen. Dabei sollen nicht nur humangenetische Befunde, sondern auch psychische, soziale und ethische Aspekte bei der Bewertung mitberücksichtigt werden.

Informationen zur PID vom Bundesministerium für Gesundheit können Sie hier nachlesen.