Beratung bei Pränataldiagnostik

Mutterschutzgesetz (MuSchG)

Jede Frau hat vor einer Entbindung einen Anspruch auf 6 Wochen Mutterschutz. Nach einer Lebendgeburt (das Herz des Kindes schlägt oder die Nabelschnur pulsiert oder die natürliche Lungenatmung hat eingesetzt) hat eine Frau weitere 8 Wochen Mutterschutz.
Sofern die Schutzfrist vor der Entbindung nicht in Anspruch genommen werden konnte, verlängert sich die Schutzfrist nach der Entbindung um diese nicht in Anspruch genommene Zeit.
Während des Mutterschutzes darf die Mutter nicht beschäftigt werden und hat Anspruch auf Mutterschaftsgeld.

Frühgeburt

Wird das Kind mit einem Geburtsgewicht von 500g bis max. 2500g geboren, verlängert sich die Schutzfrist nach der Geburt von 8 Wochen auf 12 Wochen (sowie gegebenenfalls der Zeit, die vor der Geburt nicht in Anspruch genommen werden konnte).

Tod des Kindes

Verstirbt ein Kind nach der Geburt, hat die Mutter weiterhin Anspruch auf den vollen Mutterschutz.

Verstirbt ein Kind vor der Geburt und hat ein Geburtsgewicht von über 500g, handelt es sich um eine Totgeburt. Auch dann hat die Mutter einen Anspruch auf Mutterschutz von 8 Wochen. Da eine Totgeburt auch eine Frühgeburt sein kann (das Kind hat ein Geburtsgewicht zwischen 500g und 2500g), verlängert sich in diesem Fall die Schutzfrist auf 12 Wochen (sowie gegebenenfalls der Zeit, die vor der Geburt nicht in Anspruch genommen werden konnte).

Nach dem Tod eines lebend geborenen Kindes bzw. nach einer Totgeburt, kann eine Mutter auf ihren ausdrücklichen Wunsch bereits vor Ablauf der Mutterschutzfrist wieder beschäftigt werden. Hierfür braucht sie ein ärztliches Attest.

Fehlgeburt

Verstirbt ein Kind vor der Geburt und hat ein Geburtsgewicht unter 500g, handelt es sich im rechtlichen Sinne um eine Fehlgeburt, die nicht als Entbindung angesehen wird, sodass eine Mutter in diesem Fall keinen Anspruch auf Mutterschutz hat. Sie kann allerdings von einem Arzt krank geschrieben werden und hat dann entsprechend Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle.

Hier finden Sie den genauen Wortlaut des Gesetzestextes.