Beratung bei Pränataldiagnostik

Ergebnisse des Modellprojektes "Beratung bei Pränataldiagnostik" (2008-2010)

  • Zur Verbesserung der frühzeitigen Schwangereninformation (Anliegen 1) haben die Anzahl und Vielseitigkeit der Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit deutlich zugenommen. Hiervon wird vor allem langfristig eine Auswirkung auf den Informationsstand werdender Eltern erwartet.
  • Die auf Kooperation ausgerichteten Maßnahmen zur Verbesserung der Beratung und Unterstützung werdender Eltern in ihrer Konfliktsituation während und nach PND (Anliegen 2) sollten von den Beteiligten je nach örtlichen Strukturen entwickelt werden. In Abhängigkeit von strukturellen Gegebenheiten einerseits und von den Persönlichkeiten der kooperierenden Fachpersonen andererseits ist es an den Standorten in unterschiedlichem Ausmaß gelungen, interprofessionelle Kooperationsmodelle (z.B. Qualitätszirkel, Beratung auf Abruf etc.) einzurichten.
  • Klientinnen bzw. Paare nahmen psychosoziale Beratung mehrheitlich nach auffälligem PND-Befund in Anspruch. Sie waren dann in der Regel sehr zufrieden mit der Beratung.
  • Die Beratungsfallzahlen zu PND an den Einrichtungen der Modellstandorte bewegten sich am Ende des Projekts weiterhin auf relativ niedrigem Niveau; die Entwicklung ist über die Jahre 2006 bis 2009 sehr heterogen.
  • Am zuverlässigsten kamen diejenigen Schwangeren in der psychosozialen Beratung an, deren Arzt im Rahmen einer engen Kooperationspartnerschaft nicht nur die Beratung empfohlen, sondern darüber hinaus auch aktiv an eine bestimmte Beraterin oder Einrichtung vermittelt hat.

Weiterführende Literatur