Beratung bei Pränataldiagnostik

Modellprojekt "Beratung bei Pränataldiagnostik"
(Sozialministerium Baden-Württemberg, 2008-2010)

Der Gründung der IuV-Stellen ging ein Modellprojekt voraus, das vom Land Baden-Württemberg gefördert und vom Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie der Universitätsklinik Heidelberg wissenschaftlich begleitet wurde.

Ziele des Modellprojekts waren:

  • die Verbesserung der frühzeitigen Schwangereninformation vor Beginn von pränataldiagnostischen Untersuchungen (Anliegen 1) sowie
  • die Verbesserung der Beratung und Unterstützung werdender Eltern in ihrer Konfliktsituation während und nach PND (Anliegen 2).

Denn trotz bestehendem Rechtsanspruch wurde bis dato psychosoziale Beratung nur wenig in Anspruch genommen. Eine Zusammenarbeit zwischen Ärzten und psychosozialen Fachkräften fand nur vereinzelt statt und sollte im Zuge des Projekts intensiviert werden. Die meisten Schwangeren kannten weder ihren Rechtsanspruch noch das Beratungsangebot; insgesamt sollte das erhebliche Informationsdefizit beim Thema PND verbessert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde an die bereits bestehende alltägliche Beratungstätigkeit der Beteiligten angeknüpft: An insgesamt acht Modellstandorten in Baden-Württemberg wurde die Kooperation für die beiden Anliegen verstärkt. Je vier Standorte widmeten sich schwerpunktmäßig einem Anliegen, ohne das andere außer Acht zu lassen. Die Maßnahmen wurden kontinuierlich evaluiert; die Ergebnisse wurden auf einer Abschlusstagung vorgestellt und veröffentlicht →Literatur.